Sonntag, Dezember 25, 2005

Gesunde Gemeinde

Das schönste Weihnachtsgeschenk dieses Jahr waren die Ergebnisse der NGE-Erhebung. Vor 3 Wochen hatten wir die Fragebögen in der Gemeinde ausfüllen lassen. Bei NGE werden acht Faktoren gemessen, die die Gesundheit der Gemeinde widerspiegeln. Über 65 auf allen Faktoren ist das Ziel. Man sollte sich auf den schwächsten Faktor konzentrieren, da dieser wie ein Loch im Boot ist und die Effektivität der Gemeinde senkt.
Jetzt haben wir die Ergebnisse bekommen und sie sind überragend! Wir sind auf allen Faktoren über 65. Meine Annahmen über Stärken und Schwächen haben sich bestätigt. Wir sind richtig gut in Hauskreisen und Beziehungen. Evangelisation und Mitarbeit kann noch verbessert werden. Aber selbst die Schwächen sind auf hohem Niveau. Ich bin überrascht. Vielleicht war es die vorweihnachtliche Stimmung. Vielleicht haben wir gerade Momentum auf unserer Seite, oder die Leute sind enthusiastisch. Dass die Kleingruppen so stark sind hat mich nicht überrascht, wenn auch die Ausprägung sehr krass ist. Volker, Daniel, Jens sind einfach super-Personen, die sich ganz in Beziehungen geben und andere Leute fördern wollen. Wir machen eigentlich ganz wenig dort: Bibel lesen und Fragen dazu stellen, und dann mit- und füreinander beten.

Jetzt gehen wir in die Planung fürs nächste Jahr und nehmen die Ergebnisse mit. Für Evangelisation haben wir schon allerhand Partys geplant. Außerdem wollen wir mit den Hauskreisen auch mehr nach außen wirken. Mitarbeiterschaft haben wir schon mit Beschreibungen und Anforderungen vorbereitet. Wir wollen jemand anstellen, um speziell diesen Bereich zu stärken. Die Ergebniss im einzelnen:
  • Bevollmächtigende Leitung - 71
  • Gabenorientierte Mitarbeiterschaft - 68
  • Leidenschaftliche Spiritualität - 73
  • Zweckmäßige Strukturen - 74
  • Inspirierende Gottesdienste - 78
  • Ganzheitliche Kleingruppen - 89
  • Bedürfnisorientierte Evangelisation - 65
  • Liebevolle Beziehungen - 78

Donnerstag, Dezember 08, 2005

Offiziell: Verein und Leitung

Historische Zeiten in der Vineyard Heidelberg: am Montag Abend haben wir offiziell den Verein ?Vineyard Heidelberg, e.V.? gegründet und unsere Leitung eingesetzt. Der Verein ist unsere notwendige rechtliche Form, um vor dem Staat alles abzuwickeln wie Spenden, Anstellungen usw. Wir wollen die rechtliche Mitgliedschaft relativ klein halten und die Gemeinde-Mitglieder separat führen. Die Ziele des Vereins sind:

2 Zweck und Ziel des Vereins
(1) Der einzige Zweck des Vereins ist die Verkündigung und Verbreitung des christlichen Glaubens gemäß der Bibel (Matth. 28, 19-20).
(2) Der Verein verfolgt ausschließlich gemeinnützige, kirchliche Ziele.
(3) Der Verein verfolgt keine wirtschaftlichen oder politischen Ziele.
(4) Alleinige Grundlage der Lehre, Leitung und Wirksamkeit des Vereins ist die Bibel.

Die Leitung ist ebenfalls ein weiterer Schritt, um dem Wachstum und Herausforderungen in der Gemeinde zu begegnen. Bisher hatten wir offene Türen, was die Teilnahme am Projektkreis anging. Das hat dazu geführt, dass wir nicht mehr so schnell und oft auch nicht mehr so gute Entscheidungen treffen konnten. Da aber mit mehr Leuten auch mehr Abstimmung und Entscheidung notwendig, brauchten wir jetzt eine kleinere Einheit, die das übernimmt. Nach Gebeten, Eindrücken und Gesprächen, haben wir Daniel, Oliver, Volker und mich mit dieser Aufgabe betraut. Wir werden uns als Lenkrat (neuer Name) um die meisten Entscheidungen kümmern. Der offene Projektkreis bleibt weiter bestehen, wo Austausch, Eindrücke, Kritik und Feedback stattfinden kann. Diese Konstellation ist mal auf ein Jahr beschränkt, weil wir uns noch mitten in Veränderungen befinden und noch nicht wissen, ob es so in einem Jahr tragfähig sein kann.

Alles in allem, einige Schritt, die uns Struktur und Stärke geben. Hoffentlich.

Samstag, November 05, 2005

Aktivitäten

Die letzten Tage hatten wir einiges am Laufen in der Gemeinde: zunächst haben wir für die Stadt in einigen Gebieten Müll aufgesammelt. Oliver hat im Rahmen der Heidelberger Schmuddelflecken-Aktion uns dazu verpflichtet, dass wir abseits von Touristen und Vermarktung an einigen Straßen- und Waldecken Müll aufsammeln. Das war echt spaßig.

Dann sind wir zu Halloween (31. Okt) mit ein paar Leuten aus der Taube durch die Nacht gezogen und haben in alle vier Himmelsrichtungen Psalmen gebetet. Das war ganz gut, denn so haben wir geistlich was bewegt und es war schön, in der Stadt betend unterwegs zu sein.

Am 1. Nov, einem Feiertag, haben wir dann relativ kurzfristig Leute zu einer Wanderung und einem Spielemittag eingeladen. Wir sind 3-4 Stunden über den Philosophenweg auf die Thingstätte gelaufen, und haben dann in einem Partykeller eines Studentenwohnheims Hawaii-Toast geschlemmt und Spiele gezockt. War echt nett, dass wir etwas mehr Zeit miteinander verbringen konnten. Momentan sind so viele Leute da, dass wir diese Zeiten wirklich brauchen und uns die Zeit nehmen müssen, zusammenzuwachsen. (Bilder-Galerie von der Wanderung)

Weinblatt online

Wir haben seit langem wieder eine Ausgabe des Weinblatt fertiggestellt: Weinblatt November 05. Sehr cool!

Freitag, Oktober 21, 2005

Wachstum unterstützten

In letzter Zeit überlegen wir uns, jemand für die Gemeine anzustellen. Wir sind beständig mehr Leute geworden, so dass zur Zeit um die 50 Leute zum Anbetungsabend kommen. Das ist gut, aber gleichzeitig fordert es. Wir wollen die neuen Leute integrieren, ihnen eine Perspektive und Beziehungen bieten. Und damit sind wir im Moment überfordert. Die meisten von uns haben sonst noch anspruchsvolle Jobs und die Hauskreise sind voll. Wir wissen nicht genau, wie wir weiter kommen können.

Jetzt hatten wir die Idee, dass wir jemand auf 400-Euro Basis für die Gemeinde anstellen, damit einige anfallende Aufgaben umgesetzt werden können. Es gibt viele Leute, die Ideen und Interessen haben. Wenige sind aber bereit, die volle Verantwortung für einen Hauskreis oder einen Dienstbereich zu übernehmen. Viele würden mitmachen, wenn was läuft. Aber ohne jemand, der zieht, bleibt vieles auf der Strecke. Also haben wir uns entschlossen, nach einer Person zu suchen, die uns die nächste Strecke auf unserem Weg begleitet. Mal sehen, was dabei rauskommt.

Mittwoch, September 14, 2005

Wir haben eine Vision:

Die Liebe Jesu in Heidelberg bekannt machen - das ist ab jetzt unser Ziel und die Summe unsrer Aktivitäten. Da steckt folgendes drin:

Liebe - wir haben einen Auftrag und der ist erfüllt, wenn Personen Liebe erleben. Es geht nicht nur um Ideologie, Überzeugungen und Besserwissen. Es geht darum, dass wir uns so mit Gott identifizieren, dass seine Liebe durch uns zu den Menschen in Heidelberg fließt.

Jesu - die Liebe ist nicht nur ein generelles Heilewelt anliegen, sondern der Ausdruck des einen Gottes. Der hat einen Namen: Jesus. In ihm ist Gott Mensch geworden, um sein Leben für uns zu geben und uns den Zugang zum Himmel zu verschaffen. Die Liebe ist also persönlich und realisiert sich in der Beziehung mit Gott.

In Heidelberg - wir haben einen Auftrag für einen Ort: Heidelberg. Gott hat uns zu diesem Ort gerufen und wir wollen ihm dienen. Es gibt natürlich auch viele Aufgaben und Bedürfnisse außerhalb von HD, aber wir sind als Gemeinde zu dieser Stadt berufen. Das ist unser Schicksal. Das ist unser Vorrecht.

Bekannt machen - die Liebe Jesu muss raus. Dabei wollen wir nicht Leuten was überstülpen, das sie nervt. Aber wir wollen ihnen an unserem Leben und unsrer Gemeinschaft zeigen, dass Gott lebt und liebt. Diese Liebe soll in Heidelberg bekannt werden.

Es hat etwas gedauert, bis wir es so formulieren konnten. Das lag daran, dass Vision in letzter Zeit etwas zu häufig gebrauch wurden und wir nicht einfach ein Marketing-Tool nehmen wollten. Aber über die Zeit war einfach klar, dass wir eine Zusammenfassung haben müssen, mit der wir unser Anliegen an Personen kommunizieren können. Die 7 Träume bleiben weiter bestehen, aber für die Vision ist eine Art Zusammenfassung und Grundton für sie. Also ab jetzt geht es darum, die Liebe Jesu in Heidelberg bekannt zu machen.

Freitag, Juli 15, 2005

Party im Weinberg

Man soll die Feste feiern, wie sie fallen. Und wenn es keine Feste gibt, dann machen wir eben eins. Letzten Samstag haben wir also die "Party im Weinberg" geschmissen. Im Garten der Gemeinde Christi haben wir Grills organisiert, Getränke bereitgestellt und Musik aufgelegt. Es war echt erstaunlich, weil an den Tagen davor und danach ein wirklich un-sommerliches Wetter war. Aber am Samstag selbst war wunderschöner Sonnenschein.

Es kamen so um die 25 Leute, ein paar Freunde und wir haben die Zeit genossen. Die Atmosphäre war super und die Gespräche interessant. Wir hatten gehofft, dass noch ein paar mehr Leute kommen, aber auch so hat sich das Ganze gelohnt. Wir haben uns dabei ein Beispiel an Jesus genommen, der selbst auch auf vielen Festen und Feiern war. Es wird also nicht unsere letzte Party gewesen sein.

Am Sonntag hatten wir dann wieder Anbetungsabend. Mein Mentor, Rick, hat über den Sinn und Zweck von Gemeinde gesprochen. Es war schön. Mit 45 Leuten war das unser best-besuchtester Anbetungsabend bisher. Die letzten beiden Male hatten wir einen kleinen Durchhänger mit weniger Leuten. Liegt wohl daran, dass Sommer ist. Wenn abends noch so schön die Sonne scheint, hat ein Gottesdienst halt schon schwere Konkurrenz. Im August werden wir daher überhaupt keine Veranstaltungen machen, nur Hauskreise und informelle Treffen.

Mittwoch, Juli 06, 2005

Richtig wenig los. Außer...

In den Sommermonaten ist in Gemeinde-Sachen immer etwas flaute. So auch bei uns. Die letzten Anbetungsabende waren wenig besucht. Sie waren gut. Aber Leute sind oft weg, daheim, auf Parties und Hochzeiten, oder im Schwimmbad. Deshalb werden wir auch im August keine Anbetungsabende machen.

Dieses Wochenende schmeißen wir aber eine Party für unsere Freunde. Party im Weinberg, heißt das Ganze. Wir wollen damit eine Party-Kultur starten. Jesus hat je bekanntlich auch einige Feste gefeiert, oder sie bevorzugt frequentiert. Gemeinden haben häufig "ernste" Themen, aber wir sollten auch das Leben feiern und Platz für Gemeinschaft machen. Also, dieses Wochenende gibt's die Party zum ersten Mal.

Außerdem haben wir einen Blog gestartet, auf dem wir die Fragen, die wir im Hauskreis benutzen, veröffentlichen wollen. Fragen sind für uns wirklich zum Zeichen für unsere Hauskreise geworden. Dadurch beziehen wir mehr Leute ein, haben offenere Diskussionen und setzen uns mit der Bibel auseinander. Da wir sowieso die Fragen vorbereiten, wollen wir sie jetzt der interessierten Web-Öffentlichkeit zugänglich machen. Mal schauen, was daraus wird...

Donnerstag, Mai 26, 2005

Viel Gemeinde am Wochenende


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Originally uploaded by Marlin.
Diese letzte Woche gab es eine heftige Dosis an Gemeinde. Am Freitagabend machten wir uns auf den Weg zu einer Gemeindefreizeit in ein CVJM-Haus in Horlachen. Wir machten es uns gemütlich, hatten etwas Anbetung, Input, ein Experiment zum Lauf des Glaubens, viel Gemeinschaft, gutes Essen und ein Riesenspaziergang (über 6 km!). Es war schön, sich etwas besser kennen zu lernen und Zeit außerhalb der Gemeinde zu verbringen. (Bilder gibt's hier).

Sonntag gab es dann wieder einen Anbetungsabend in der Jugendherberge. Daniel hat zum ersten Mal gepredigt und mit dem Thema ?echte Beziehungen? gleich heftig aufgetischt. Die Atmosphäre war gut und wir waren wieder überrascht, dass ca. 40 Leute da waren (und viele neue). In der Anbetung haben wir aufgerüstet: Jens wird uns ab jetzt an der Cajon unterstützen und für die rhythmische Begleitung sorgen. Das macht das Leben für die Anbetungsleiter sehr viel leichter. Das Gebetsteam nimmt auch so langsam Fahrt auf, indem sie merken, wie bei Leuten Veränderung passiert, für die sie beten.

Sonntag, Mai 01, 2005

Neuer Raum, neuer Prediger, neue Leute

Letzten Sonntag hatten wir wieder einen Raum, um den Anbetungsabend zu feiern. Die Gemeinde Christi hat uns die Türen zu ihrem Gebäude geöffnet. Es war ultra-verschieden von dem letzten Abend, der im noblen Hotel stattfand. Die Gemeinde Christi ist ein reiner Gemeinderaum, sehr hohe Decken, fast nicht dekoriert, Kirchenbänke, Platz für 120 Leute, viel Hall. Wir hatten etwas Bedenke, ob es wirklich für uns passt, aber der Abend war superschön.

Die Anbetung war gut, denn zum ersten Mal hat Carmelina mit im Anbetungsteam gesungen. Dann hat Volker seine erste Predigt gehalten und gleich das Thema Geld angesprochen. Das war überragend und ein Traumstart in seine Predigtkarriere. Es war auch wieder einige Leute zum ersten Mal da, so dass wir wieder 30-40 Leute im Gottesdienst waren. Es ist ermutigend, wenn neue Besucher kommen und da wir danach wieder Essen hatten, lernt man sich auch schnell kennen.

Erweiterung

In den letzten Wochen haben wir einiges an Zuwachs erlebt und das hat auch seinen Stress mit sich gebracht. Während wir vor einigen Monaten alles zusammen machen konnten und ich als Leiter mit allen in Kontakt bleiben konnte, ist das jetzt nicht mehr so leicht möglich. Wenn wir uns alle treffen wollen, passen wir nicht mehr in ein Wohnzimmer und es gibt viele verschiedene Schwerpunkte und Anliegen. Also haben wir uns entschieden, einige Bereich zu starten, die Leuten erlauben, ihre Schwerpunkte zu setzen und Gaben auszuprobieren. Bisher hat sich das Up-in-out geformt:

Up ? Anbetung. Einige Leute treffen sich jetzt regelmäßig, die Anbetung auf dem Herzen haben und weiterentwickeln wollen. Das ermöglicht, dass sie musikalisch zusammenwachsen, sich gegenseitig ermutigen und auch die Anbetung in der Gemeinde bereichern.

In ? seit letzte Woche haben wir einen Kreis zu ?geistlicher Begleitung?. Dort treffen sich Leute, die gerne für andere beten, Seelsorge anbieten wollen und coachen wollen. Jemand von Ignis kommt und führt uns in die Thematik ein und begleitet uns über die nächsten Monate.

Out ? Evangelisation. Oli hat die Evangelisation übernommen und kümmert sich darum, dass wir Wege finden, um das Evangelium nach Heidelberg zu bringen.

Zu diesem ganzen Zeug kommt, dass wir uns mit Vereinsgründung beschäftigen, irgendwann regeln müssen, wie wir das Geld verwalten, und ein Hauskreisleitertreffen machen (wir fangen diese Woche den dritten Hauskreis an). Insgesamt sind das Veränderungen, die viel Energie brauchen, nicht sofort Wirkung zeigen, aber für den Fortschritt super-wichtig sind.

Montag, April 11, 2005

Sexualität im Hotel

Anbetungsabend war gestern in einem Hotel. Mit 4 Sternen! Leider hatten wir keinen anderen Raum gefunden und so sind wir im Best Western gelandet. Es war sehr prunkvoll und teuer. Eigentlich ist das uns eher unsympathisch, denn es passt für die meisten Leute nicht. Aber so war es, und letztlich auch gut. Das Thema war: Gott begegnen ? in Sexualität. Auch sehr spannend und heikel.

Anbetung wurde diese Mal von einer Gruppe aus Vaihingen/Enz geleitet. Die haben dort eine Vineyard-Gemeinde und sind gekommen, um uns zu unterstützen. War sehr schön. Es waren auch wieder ein Haufen neue Leute da, so dass wir insgesamt sehr ermutigt sind. Danke, Jesus, was du unter uns tust!

Anbetung zu romantisch?

Vier Augen sehen mehr als zwei. Kürzlich hatte ich ein Gespräch mit jemand, der seit ein paar Wochen zu uns kommt. Als ich ihn fragte, wie er die Gemeinde wahrnimmt, hat er mir etwas an Kritik gegeben, die mich noch immer beschäftigt: unsere Anbetung ist zu romantisch und nicht ehrfürchtig genug. Krass! Bei Vineyard legen wir immer großen Wert auf den direkten Zugang zu Gott und seine Liebe für uns. Mir kam nie in den Sinn, dass das zu viel oder zu einseitig sein kann.

Er hat mit seiner Beobachtung wirklich recht gehabt. Wir singen oft poppige Lieder, die über die Beziehung mit Gott handeln. Alte Kirchenlieder hatten mehr Ehrfurcht und Verherrlichung Gottes zum Inhalt. Indem wir sie rausgeschmissen haben, fehlt uns auch ein ganzes Stück in der Begegnung mit Gott. Das wollen wir jetzt wieder ändern und mehr Wert auf Heiligkeit und Ehrfurcht legen.

Samstag, April 02, 2005

Veränderungen

Wir erleben in den letzten Wochen einiges an Veränderung. Neue Leute kommen dazu, es ist schwer für eine Person, den ganzen Überblick zu haben, und viele Gaben wollen in verschiedenen Bereichen etwas machen. Bisher lief vieles über mich und ich konnte jeden gut kennen und vieles selber leiten. Jetzt ist es an der Zeit, dass wir das ändern. Ein erster Schritt ist, dass Oli die Evangelisation übernimmt. Er wird das lenken und initiieren, und dafür verantwortlich sein.

Außerdem haben sich ein paar Leute zusammengefunden, die Anbetung voranbringen wollen. Wir wissen noch nicht genau, wie wir es machen, aber es ist wichtig und schön, dass mehrere Leute in diesen Bereich investieren. Bisher sind wir mit Anbetung noch nicht da, wo wir gerne wären. Und als Vineyard ist uns das sehr wichtig. Außerdem stehen wir kurz davor, eine Seelsorge-Gruppe zu machen. Einige Leute sehen sich dazu berufen, stärker mit Menschen in ihren Problemen zu arbeiten. In Aussicht steht auch, dass wir bald so was wie einen Verein gründen, um legal unsere Geschäfte regeln zu können. Da werden wir dann auch Mitgliedschaft anbieten. Pffuuuu, ganz schön viel Veränderung...

Für diese Woche haben wir wieder keinen Raum. Jugendherberge hat nicht geklappt. Wir sind am Beten und Hoffen, dass wir was finden. Die letzten Wochen hatten wir intensiv nach etwas gesucht, das uns mehr Stabilität gibt, aber es gab nichts. Vor allem einige Gemeinde haben uns mit ihre Art und Verhalten enttäuscht. Jetzt sind wir am Überlegen, ob wir ganz was eigenes mieten. Der Witz ist, dass wir das Geld noch nicht haben.

Donnerstag, März 17, 2005

Gott in der Arbeit begegnen

Letzten Sonntag gab es wieder Anbetungsabend in der Jugendherberge. Es waren viele neue Leute da, so dass wir insgesamt wieder über 30 Leute waren. Jochen, aus der Vineyard Speyer, hat die Anbetung geleitet, was super war. Gottes Gegenwart war mal wieder mit uns, so dass wir ihn erleben durften.

Das Thema war Gott in der Arbeit begegnen. Sehr herausfordernd, weil mich da jemand vor Monaten darauf angesprochen hatte und ich seitdem auf der Suche danach war, wie das denn geht. Für viele Leute war es ansprechend, weil wir alle viel Zeit bei der Arbeit verbringen, es aber nicht der typische Ort ist, an dem man Gotteserlebnisse hat. Jetzt gibt es über Ostern eine kleine Pause mit Anbetungsabenden, um dann im April wieder voll durchzustarten.

Brunch statt Gottesdienst

Futtern statt Feiern ist jetzt unsere Devise an einem Sonntag im Monat. Wir treffen uns sonntagmorgens zu einem Brunch. Unsere erste Frühstücksparty war vor einer Woche, als sich 20 Personen bei Daniel und Angelina zu einem wunderbaren Buffet trafen. Erstaunlich war, dass es mehr nicht-Vineyard-Leute waren als Leute, die schon öfter bei uns waren. Jeder hat Freunde und Bekannte mitgebracht und so war es ein angenehmer Morgen, an wir neue Leute kennen lernen konnten. Jesus war ja auch ein großer Esser und Partymensch. Ich denke, wir sind damit auf einem guten Weg.

Freitag, März 04, 2005

Gottesdienst: Gott in Peinlichkeiten begegnen


Letzten Gottesdienst habe ich eine kleine Station mit in den Ablauf eingebaut. Das Thema war: Gott begegnen ? in Peinlichkeiten, und die Message war, dass wir einem anderen Standard folgen als diese Welt. Das Kreuz ist Dummheit für die Welt, aber die Kraft Gottes für die, die daran glauben.

Nach der Predigt sind wir in eine Anbetungszeit gegangen und am Kreuz gab?s die Möglichkeit, Bereiche aus dem eigenen Leben dranzunageln. Als Zeichen für die Hingabe an Jesus in diesem Bereich oder als Aufgabe von Kontrolle.

Bevor der Gottesdienst losging war wieder ein richtiges Schneetreiben, aber das hat 30 Leute nicht davon abgehalten, zur Jugendherberge zu pilgern. Sonntag abends klappt das dort jetzt ganz gut. Wir haben auch zum ersten Mal ein Mischpult und Anlage gehabt, was die Anbetung sehr unterstützt hat. Sehr gut!

Sonntag, Februar 27, 2005

Unsere Hits

Eine Geschichte lässt sich gut an den Liedern ablesen, die eine Gruppe bewegen. Bei uns sind in den letzten Monaten folgende Lieder zu "Hits" geworden:

Zu deinen Füßen (Humble King)
Ein wunderbares Lied aus den englischen Vineyards, das Jesus als Freund der Schwachen bezeichnet. Damit wir Jesus Barmherzigkeit und Nahrbarkeit ausgedrückt und wir sind herausgefordert, auch so zu leben.

If you say Go
Diese Lied drückt so viel von dem aus, was uns gerade beschäftigt: wir sind von Gott abhängig, gehen mit ihm voran. Seine Wege sind gut und wir müssen uns auf ihn verlassen. Wir folgen ihm, auch wenn andere sagen, es geht nicht.

Home again
Umkehr ist Heimkehr - das steckt in diesem Lied. Gerade für Deutschland hat dieses Lied viel Kraft, da viele Leute ein Gefühl von Heimatlosigkeit plagt und sie sich nicht angenommen und verwurzelt fühlen. Bei Gott ist unsere Heimat.

Vater, alles ist Dein
Unser eigenes Anbetungslied bewegt uns noch immer, weil es ein Gebet ist, dass Gott eingreift. Dass er selbst unser Argument ist und eingreift. Es ist verwurzelt in einem Glauben, dass Gott gut ist und die Macht hat, alles zu tun.

Freitag, Februar 25, 2005

Vineyard meets Willow Creek

Vom 17. bis 19. Februar durften Daniel und ich den Willow-Creek-Leitungskongress in Stuttgart im Gospel-Forum besuchen. Für zweieinhalb Tagen feierten wir Anbetung, lauschten wir über Videoleinwand zehn Beiträgen von fünf Referenten, ließen wir uns von Theaterstücken emotional berühren und tauschten wir uns in den Pausen über die vielen unterschiedlichen Eindrücke aus. Eine Übernachtungsmöglichkeit hatte sich kurzfristig bei Daniel und Julia in Bad Cannstatt ergeben, die uns bei sich aufnahmen ohne uns vorher gekannt zu haben (dafür noch einmal vielen Dank an dieser Stelle).

Besonders berührt wurde ich durch den Vortrag von Bill Hybels, den er über ?die Grundlage eines Leiters? hielt. Er begann mit Mose und führte uns an den Punkt, an dem Mose einen Ägypter erschlug, weil dieser einen Hebräer misshandelt hatte (2. Mose 2,12). Trotz dieser Tat wurde Mose von Gott zum Leiter über das Volk der Israeliten berufen. Der Herr sprach aus dem brennenden Dornbusch zu Mose: ?Ich habe das Elend meines Volks in Ägypten gesehen und ihr Geschrei über ihre Bedränger gehört; ich habe ihre Leiden erkannt.? (2. Mose 3,7). Diese Worte müssen direkt in das Herz von Mose getroffen haben, indem die dessen Leidenschaft für seine Brüder und Schwestern berührten. Auch dem Herrn ist das Leiden seines Volkes nicht verborgen geblieben und er möchte die Leidenschaft des Mose nutzen, um sein Volk aus Ägypten herauszuführen. Er gibt der entflammten und noch unkontrollierten Leidenschaft des Mose ein Vision.

Als 8-jähriger wurde Bill Hybels von einer tiefen Leidenschaft entflammt. Er war frustriert über die enttäuschenden Gottesdienst in der Gemeinde seines Vaters und schämte sich seine Freunde in diese Gottesdienste einzuladen. Doch der Herr benutzt diese Leidenschaft und gab ihm eine Vision für professionelle Gottesdienste, die auf vielfältige Art die Suchenden in Chicago ansprechen sollten. Diese Leidenschaft bestimmt noch heute die Vision von Willow Creek und ihre Botschaft, die sie nun schon seit zehn Jahren auch nach Deutschland tragen.

Bill Hybels ermutigte mich, auf meine Leidenschaften zu achten. Was frustriert mich? Wo möchte ich mich einbringen und eine Veränderung bewirken? Vielleicht ist dies die Leidenschaft, die der Herr in mich hineingelegt hat und für die er mir eine Vision schenken will, um mich als Leiter zur Verwirklichung seines Willens zu gebrauchen!
Der Herr sucht Menschen mit einem brennenden Herzen. Beobachte dich selbst genau, auch dein Herz ist an einer Stelle leicht entzündbar!

Volker Schmitt

Montag, Februar 21, 2005

Gottesdienst ohne Stimmung

Zum ersten Mal sonntags und richtig daneben: Vor einer Woche hatten wir unseren ersten Anbetungsabend an einem Sonntagmittag mit der Hoffnung, dass das ein großer Schritt für uns ist. Wir haben uns voll darauf gefreut und alles schien bestens zu laufen. Die Vorbereitung war gut, der Raum war gerichtet, das Gebet lief gut. Dann fing der Abend an, und kam nie richtig in Schwung. Viele haben es wahrgenommen und keiner weiß warum.

Die Anbetung schien schwerfällig und viele Leute saßen nur da in der Hoffnung, dass es nicht zu lange dauert. Die Predigt war OK, aber es war viel Ablenkung drin. Es waren ein paar neue Leute zum ersten Mal da, und die sind relativ gleich nach dem Ende wieder gegangen. Das war sicher nicht, wie wir uns erhofft haben, dass es wird. Wir wollen natürlich einen Gottesdienst, der lebhaft, echt und bewegend ist. Aber es gibt im Leben einer Gemeinde eben auch solche Momente. Gott weiß, warum es so war und wir sind wieder daran erinnert, dass wir ohne ihn nix tun können. Es ist für uns auch ein Test, ob wir bereit sind, weiter mit ihm und der Vision zu gehen, selbst wenn nicht alles so gut klappt. Jetzt werde ich aber das nächste Mal darüber predigen, wie wir Gott in solchen Enttäuschung, Peinlichkeiten und närrischen Momenten begegnen können.

Sonntag, Februar 13, 2005

Gegen die Wand gelaufen

Die letzten Einträge sprechen eine deutliche Sprache: es war schwer für uns einen Raum Freitag abends zu finden. Seit ein paar Monaten wussten wir oft nicht, wo wir unsere nächste Veranstaltung haben werden. Das war stressig, spannend und schön. Diese Woche waren wir wieder da, nur dass dieses Mal gar nichts möglich war. Am Montag haben wir uns dann als Projektkreis getroffen und die Sache durchgedacht.

Plötzlich kam die Idee, den Abend auf einen anderen Tag zu verlegen. Wir hatten schon vorher mal darüber nachgedacht, wollten uns aber nicht vor der Herausforderung drücken. Aber als es jetzt angesprochen wurde, war schnell klar, dass es richtig ist. In der Apostelgeschichte hatte Paulus auch so etwas, wo ihm der Geist den Weg gewährt hat. Es ging einfach nicht. Und dann ging er einen anderen Weg und kam an den richtigen Ort.

Wir werden also ab jetzt den Anbetungsabend Sonntag Nachmittags von 17-19 Uhr machen. Damit können auch die Kinder mit dabei sein und wir sind offener für Familien und Nicht-Jugendliche. Es fühlt sich auch wie ein neues Paar Schuhe an, das ein paar Nummern größer ist. Wir haben damit eine neue Phase erreicht, es fühlt sich reifer an, und wir können wieder wachsen. Diesen Sonntag sind wir dann wieder in der Jugendherberge.

Montag, Januar 31, 2005

Freitag war cool

Der letzte Anbetungsabend war rundum gut: wir haben uns in der Jugendherberge getroffen. Das war schon ein kleines Wunder. Wir hatten im Dezember versucht, einen Raum zu bekommen, und es war nicht möglich. Jetzt hat es auf einmal geklappt und wir hatten einen schönen Raum. Wie immer haben wir dekoriert und unsere Dias an die Wand geschmissen. Als wir dann vorher gebetet haben, kam auch schon gute Stimmungauf und wir spürten Gottes Gegenwart.

Kurz nach 8 kamen dann auch einen Haufen Leute (35). Horst Koch von Jugend mit einer Mission hat gepredigt, und wie! Das Thema war: Gott begegnen ? In Familie. Horst hat darüber geredet, ob wir Kinder in die Welt setzen würden und was unser Bild von der Zukunft ist. Viele von uns haben wirklich eine schlechte Einstellung und würden am liebsten gerne aus der Welt fliehen. Gott hat uns aber in die Welt gesetzt, dass wir sie uns untertan machen und einen produktiven Platz einnehmen. Ich glaube, das war vor allem für uns in Heidelberg wichtig. Wir sind an einem Ort, wo viele Leute ihren Beruf lernen und ihren Platz im Leben einnehmen. Da wollen wir den Leuten helfen, ihre Bestimmung zu finden und zu leben.

Wo wir in 2 Wochen sind, wissen wir noch nicht. Ich habe gemerkt, dass uns diese Suche zusammenschweißt und im Gebet vereint. Wir erleben zusammen, wie Gott eingreift, und er tat es bisher immer. Aber es ist auch eine Anspannung. Von daher, Gott, wenn du was Permanentes für uns hast, sind wir auch dankbar.

Mittwoch, Januar 26, 2005

In der Jugendherberge

Im zweiten Anlauf sind wir also doch drin. Auf unserer Suche nach einem Ort für den Anbetungsabend waren wir schon vor einigen Wochen mit der Jugendherberge in Verbindung. Damals war aber alles voll und sie wollten nicht, dass wir zu viel zu lang belegen. Jetzt brauchten wir einen Raum für diesen Freitag und da hat es geklappt. Ich bin mal gespannt, wie das wird, weil Räume ja auch immer die Atmosphäre beeinflussen, und das für uns wichtig ist.

Nächste Woche sind wir dann wieder auf der Suche nach einer Bleibe. Vielleicht können wir nochmal in die Juhe, aber sicher ist das nicht. Richtig was eigenes zu mieten ist noch zu weit weg. Wir haben noch nicht so viel Geld und brauchen es ja nur alle 2 Wochen Freitag abends. Hat jemand eine gute Idee? Wir checken noch einige Möglichkeiten in Heidelberg. Irgendwie kommt aber auch immer wieder diese Idee von einem Kaffee. Anstatt uns in einem Kaffee einzumieten, könnten wir uns eigenes machen und es dann abends für Veranstaltungen machen. Es wäre auch ein sozialer Ort, wo unter der Woche Beziehungen entstehen können (ein Third Place). Noch ist es ein Traum...

Dienstag, Januar 11, 2005

Der 7. Traum

Aus unseren bisher 6 Träumen werden jetzt 7, indem ein neuer dazu kommt: "Menschen in allen Lebenslagen mit Gott in Verbindung bringen". Bei diesem Traum geht es um folgendes:

Jeder Mensch trägt in sich eine Art Kompass. Menschen richten sich auf Gott aus, sind neutral oder zeigen von ihm weg. Egal ob sie nah an Gott sind oder 1000 Kilometer weit weg, zeigt der Pfeil eine Richtung an. Unser Ziel ist es, jede Person auf Gott auszurichten. Es ist uns dabei wichtiger, wo der Pfeil hinzeigt, als wo sich die Person befindet. Es mag Leute geben, die sind weit, weit weg von Gott, aber ihr Pfeil zeigt auf ihn hin, das heißt, sie sucht nach Gott. Diese Person wollen wir unterstützen und auf ihrem Weg ermutigen. Es mag Leute geben, die kommen dauernd zu Gottesdiensten, machen alles mögliche, sind sehr nah bei Gott, aber der Pfeil zeigt weg von Gott, das heißt sie wehrt sich gegen Gott. Diese Person wollen wir wieder auf Gott ausrichten. Auf seine Ansprüche, seine Verheißungen, seine Versorgung, seine Liebe.

Diese Ausrichtung auf Gott soll nicht nur in den klassisch religiösen Disziplinen stattfinden, wie etwas Gebet oder Gottesdienst, sondern in allen Lebenslagen: beim Essen, beim Arbeiten, in der Freizeit, beim Lernen, in der Sexualität, in Stimmungsschwankungen, usw. Das ist ehrlicher, erfüllender und auch leichter, als religiöse Übungen. Bruder Laurenz, ein Mönch des 17. Jahrhunderts, hat es so formuliert: "Menschen suchen nach Methoden, um Gott kennen zu lernen. Ist es nicht viel direkter und einfacher, alles um seiner Liebe willen zu tun! Es gibt dabei nichts Geheimnisvolles. Man muss es einfach großzügig und einfach tun."
Diese Ausrichtung auf Gott ist, was man generell als "Nachfolge" bezeichnet. Es sind keine Regeln und Pflichterfüllungen, sondern ein Leben, das sich an Jesus ausrichtet. Evangelisation ist Teil davon, indem man die Hinweise auf die Ansprüche und Verheißungen Jesu gibt. Jüngerschaft ist Teil davon, indem man diese Ansprüche und Verheißungen auf verschiedene Bereiche im Leben wahrnimmt. Heiligung ist Teil davon, wenn die Ausrichtung an Jesus beständig verfolgt wird und man immer mehr so wird wie Jesus.

Freitag, Januar 07, 2005

Das neue Jahr 2005

Ein neues Jahr bringt immer die Chance mit sich, sich zu prüfen und neue Schwerpunkte zu setzen. Wir sind super-dankbar für 2004. Gott hat uns übermäßig beschenkt. Vor allem die Beziehungen waren super. Wir waren alle herausgefordert, Gott ganz nachzufolgen. Aus einem Hauskreis sind zwei geworden. Wir haben den Anbetungsabend gestartet. Wir haben Dienst an den Armen versucht. Wir haben Evangelisationsschulungen gemacht. Wir haben zwei Wochenenden veranstaltet. Wir haben sehr ermutigende prophetische Worte bekommen.

Für das neue Jahr wollen wir uns zunächst auf Evangelisation konzentrieren. Das Thema ist immer etwas heikel, weil es so etwas berechnendes, manipulierendes an sich hat. Aber wir glauben, dass Gott die Welt über alles liebt und seine Liebe den Menschen zeigen will. Wir wollen uns auf die Suche machen, wie Gott das durch uns in Heidelberg machen will. Wir wollen seine Liebe begreifen, Wege und Formen finden, und Menschen damit segnen. Wir wollen viel probieren und alles hinterfragen. Ein spannender Weg. Mal sehen, was dabei rauskommt.

Montag, Januar 03, 2005

Die Suche beginnt von Neuem

Jetzt waren wir eigentlich schon am Ziel und jetzt geht es wieder von vorne los: die Suche nach Räumen. Unsere letzte Station war bei der Calvary Chapel. Die Räume dort haben uns gut gefallen und zu uns gepasst. Aber da die CC die Räume auch für ihre eigenen Veranstaltungen nutzt, haben sie natürlich das Vorrecht darauf. Da sie jetzt für die nächsten drei Monate Veranstaltungen dort planen, müssen wir uns wieder umsehen.

Mich hat das erinnert an das Wort von Jesus (Lukas 9, 57): ?Als Jesus und seine Jünger auf ihrem Weg weiterzogen, sprach ein Mensch Jesus an: ?Ich will dir folgen, wohin du auch gehst.? Jesus antwortete ihm: ?Die Füchse haben ihre Bauten, und die Vögel unter dem Himmel haben ihre Nester, aber der Menschensohn hat nichts, wo er sein Haupt hinlegen kann.?

Wir wollen auf jeden Fall Jesus nachfolgen und seinen Willen tun. Jetzt erfahren wir, was es heißt, keinen Platz zu haben, an dem wir uns ausruhen können. Das ist einerseits stressig, weil wir so in Unsicherheit leben. Es wäre schön, die eigenen vier Wände zu haben, die man gestalten kann, die man zuhause nennen kann und über die man verfügen kann. Andererseits spiegelt das unser Leben mit Jesus wieder: wir sind in Bewegung, können uns nicht auf Greifbarem ausruhen, sind herausgefordert, unsere Versorgung von ihm zu bekommen. Wir müssen jetzt einfach dran bleiben und sehen, wie uns Jesus weiter führt. Das beste daran ist, dass es unseren Schwerpunkt weiter auf Beziehungen hält und unsere Auftrag verstärkt, in die Welt zu gehen. Bitte bete mit uns, dass wir Gott gut hören können und sein Wille für uns passiert.