Freitag, August 13, 2004

Meine Gedanken nach einem Jahr Gemeindegründung

Nach dem ersten Jahr bin ich hauptsächlich mit Ehrfurcht erfüllt über das, was wir erlebt haben. Wir sind als Gruppe gut zusammengewachsen, echte Beziehungen haben sich geformt, wir haben die ersten Hürden ohne zu straucheln genommen – und wir haben gemeinsam so viel Gebetserhörung erlebt, dass es wirklich unseren und meinen persönlichen Glauben gestärkt hat. Ich denke, Gott bestätigt wirklich das, wofür er uns Verantwortung gegeben hat. Ich glaube zwar, dass die echten Herausforderungen noch vor uns liegen, z.B. die breit gestreute Weitergabe des Evangeliums an Menschen, die Gott bisher fern stehen, und der handfeste Dienst an den Armen und Kranken in Heidelberg – „the stuff“ eben. Aber vermutlich bereitet Gott uns die ganze Zeit schon darauf vor, immer mehr von ihm abhängig zu sein und in seiner Gnade zu wandeln, auch durch die Gottesdienste und Konferenzen in Speyer.

Ich war auch noch in keiner Kleingruppe, in der mit so viel Ehrfurcht, Ernsthaftigkeit, Hingabe und Erwartung gebetet wurde wie in diesem Team. Ich bin so dankbar, hier mit dabei zu sein und mit diesen Leuten dienen zu können. Es scheint mir gut, dass mich bei meinem Umzug aus Aachen vor einem Jahr Sein Wille nach Heidelberg geführt hat und nicht mein Wille nach Norddeutschland...

Wo stände ich heute geistlich, wenn ich ich hier nicht dabei gewesen wäre? Keine Ahnung natürlich, aber schöner hätte es wohl kaum kömmen können.


Oliver Fischer

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