Mittwoch, Dezember 24, 2003

Den Herausforderungen begegnen

Die letzten Wochen waren geprägt von Herausforderungen. Nachdem unser Hauskreis relativ schnell einen Wachstumssprung gemacht hat, mussten wir uns überlegen, wie es weitergeht. Sollen wir ihn teilen? Wie sollen wir das machen? Wann? Einige Fragen, bei denen man auch einiges falsch machen kann. Wir haben also angefangen, darüber zu reden, wie die Entwicklung im neuen Jahr weitergehen soll, und was allen Leuten am besten passt.

Diese Fragephase hat für einige von uns auch noch mal dazu geführt, dass sie ihren persönlichen Weg überschlagen haben. Hat Gott sie wirklich zu dieser Gemeindearbeit gerufen? Sind am richtigen Platz? Haben sie die richtigen Motive? Das sind prekäre Situationen, in denen noch mal alles hinterfragt wird. Aber gleichzeitig sind sie wichtig, da aus ihr die Grundlagen wachsen, um den zukünftigen Problemen zu begegnen.

Ich merke in diesen vergangenen Wochen, wie der Druck von allen Seiten zunimmt. Es war anfangs ein Schock für mich, als ich mitbekommen habe, wie andere Christen schlecht reden, oder meine Motive in Frage stellen. „Wir arbeiten doch an der gleichen Sache“, dachte ich. Daher habe ich das so nicht erwartet. Für einige Tage hat mich das sehr verunsichert und runtergezogen. In meiner Zeit in den Psalmen merkte ich aber, wie das alltägliche Brot für David war. Wir sind wirklich in einem geistlichen Kampf, der selbst in der Gemeinde tobt. Daher habe ich neue Kraft gewonnen, und selbst wenn ich diese Art von Herausforderungen nicht gern habe, so werden sie mich wohl nicht von meinem Weg abbringen können. Es ist fast schon eine Bestätigung, auf dem richtigen Weg zu sein.

In diesen Zeiten der Herausforderung steht ein Ereignis als Anker im Sturm: der Segen der Gemeinde. Vor 3 Wochen wurden wir in Speyer offiziell gesegnet. Die Gemeindeleitung hat uns nach vorne gerufen, unser Anliegen erklärt, ihr Wohlwollen zur Sache bekundet und für uns gebetet. Es war eine der intensivsten Zeiten, wie ich in den letzten 2 Jahren Gott erlebt habe. Viele Leute hatten Worte, Eindrücke und Ermutigungen für uns. Es scheint, dass Gott sein Angesicht auf uns leuchten lässt und uns gnädig ist.

Gebet:
- Weisheit bei der Planung für die Hauskreise im nächsten Jahr. Der Hauskreis ist DAS Event für uns, und wir wollen das besten für die Menschen machen.
- Klarheit, den Herausforderungen zu begegnen. Wenn die geistliche Klarheit stimmt, ist der Kampf schon halb gewonnen.


In diesem Sinne bedanke ich mich 1000x bei allen, die das lesen und uns in ihr Herz geschlossen haben. Auf ein wunderbares 2004...

Marlin

Keine Kommentare: